Mais-Revier
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Hier entsteht das MiniBook
Jagen im Mais-Revier


Im Laufe des Sommers schreibe ich hier das Script für das MiniBook 'Jagen im Maisrevier'. Dazu berichte ich von der Jagd, fotografiere und nehme auch das eine und andere Video zur Mais-Jagd auf. Im Spätsommer füge ich alles zu einem MiniBook Jagd zusammen, das dann hier als gedrucktes Buch bestellt werden kann oder aber auch als eBook oder iBook online heruntergeladen und auf dem SmartPad oder auf dem SmartPhone gelesen werden kann. Zu Hause, in der Jagdhütte oder auch auf der Kanzel.

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Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2011:
Mais extrem - ein heißer Herbst:

770 ha Revier, 31 Maisäcker, verteilt über das ganze Revier. große Flächen direkt am Wald und Sauen überall haben mich in den letzten beiden Monaten ganz schön gefordert und phasenweise auch überfordert. Mit Ende der Mais-Zeit bleibt jetzt wieder Zeit für den jagdlichen Alltag und die Jagdpraxis.


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31 Maisäcker verteilt auf 770 ha und ich mitten drin. Das war in diesem Jahr ein harter Job. Während die großen Felder am Hühnerküppel noch in der Sonne reiften, hatten die Landwirte die waldnahen Felder schon Anfang Oktober geerntet. Nachdem rundum in den Revieren der Mais geerntet war, entwickelte sich das fast 4 ha große Maisfeld im Westen des Reviers zur größten Kirrung weit und breit. Viele Nächte der letzten Mondphase erwartete ich die Sauen mitten im Feld. Das war relativ licht gesät und hatte eine Reihe ungewollter Schneisen. Trotz bester Sicht gelang es mir nur zwei Frischlinge zu strecken. Beim Nachgehen im Mais  rückten die Sauen einfach vor mir her oder umgingen mich. Mehrfach stand ich mitten in der Rotte, ohne auch nur einen Schwarzkittel zu sehen. Während man ganze Rotten wegen deren Lärm gut angehen kann, gelang mir das bei einzelnen Sauen nicht. Da war ich einfach nicht leise genug. Das Jagdpraxis-Revier ist ein Maisrevier. 3 mittelgroße Höfe mit Milchwirtschaft und vierter Hof mit Milchwirtschaft und Biogasanlage führen dazu, dass Mais die vorherrschende Nutzpflanze im Revier ist. In diesem Jahr habe ich 31 Maisäcker gezählt, die über eine Revierfläche von 770 ha, also über fast 8 Quadratkilometer verteilt lagen. An Einzäunen oder Verwittern ist da gar nicht zu denken. Hier zählen nur intensive Jagd, Störmanöver und Nahkampf. In diesem Jahr war es besonders heftig.  Nachdem Ende Juli, Anfang August die Getreide- und Rapsäcker abgeerntet waren, verlagerten die Sauen ihre Einstände in die großen Maisschläge. Zunächst richteten sie keinen Schaden an. Die Maiskolben schmeckten ihnen noch nicht. Mitte August ging es dann los. Ohne Pause zog sich der Kampf um den Mais bis fast in den November hinein. Als dann Mitte Oktober die meisten Äcker abgeerntet waren, entwickelte sich der letzte Acker im Südwesten des Reviers zur wahrscheinlich größten Kirrung im Taunus. Die Sauen kamen meist kurz vor Mitternacht aus allen Nachbarrevieren. Weil ich den knapp 4 ha großen Acker gar nicht komplett im Blick behalten konnte, habe ich mich mit dem Jagdstuhl mitten in den Acker gesetzt und auf die schwarzen Gesellen gewartet. Die waren mir in diesem Jahr aber überlegen. Zwei geschossene Frischlinge verschafften mir jeweils für einige Tage Luft. Als dann in den letzten Mondnächten der Frost die Maisblätter spröde machte, war es nun auch nicht mehr möglich, die Sauen anzugehen. Ich konnte ihnen nur noch nachgehen. Ging ich eine Maisreihe vor, rückten sie eine Reihe weiter. Kamen wir an den Rand des Ackers, umliefen sie mich und fraßen oberhalb weiter. Ganz cool auf Distanzen von   oft weniger als 20 Schritten. In der letzten Oktoberwoche fiel dann der Mais. An diesem Tag habe ich das Gewehr erst einmal in die Ecke gestellt und 3 Wochen Jagdpause eingelegt. Rechtzeitig zum kommenden Mond kehrt die Jagdfreude wieder zurück. Jetzt möchte ich zumindest einigen Sauen die Rechnung präsentieren. Ich werde davon berichten.


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Einer der Maisäcker war sehr licht gesät. Hier haben sich die Sauen zusätzlich Platz verschafft, indem sie die einzeln stehenden Stängel umbrachen.  Sie hatten sich regelrechte Pfade gelaufen. Nächtelang folgte ich ihnen im Mais. Zwei habe ich auf frischer Tat erwischt. Das gab für einige Tage Ruhe.


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