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Bilder einer herbstlichen
Bewegungs-Jagd des Forstamtes Weilmünster - Bad Camberg |
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Wie in jedem Jahr lud auch 2005 das Forstamt Weilmünster Anfang
November zur Hubertusjagd in das Staatsrevier Laubus zwischen Weilmünster und Bad Camberg
ein. Die Jagd erstreckt sich auf die forstlichen Reviere und 4 weitere Reviere in der
Nachbarschaft. Als direkter Nachbar war ich in diesem Jahr erstmals zur Jagd eingeladen.
Am Jagdtag lachte mitten in einer Regenperiode die Sonne am Novemberhimmel, so, als hätte
Diana extra für diesen Tag ein Abkommen mit Petrus geschlossen. Entsprechend fröhlich
begrüßten denn auch die zuständige Försterin und der Vertreter des Forstamtes die
Jagdgäste auf dem Gelände der früheren forstlichen Pflanzengartens. Gejagt werden
sollte auf Kahlwild, auf Schwarzwild, auf weibliches Rehwild und auf den Fuchs. Nach der
Ansprache wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt und auf die Ansitzplätze verteilt.
Mein Ansitzschirm im südlichen Teil des Reviers lag mitten auf einem Waldwegekreuz. Hier
stand einvorbereiteter, verblendeter Schirm mit rustikalem Ansitzhocker. Für den
Rundumblick in die 4 großen Wegeschneisen wäre ein Drehstuhl wahrscheinlich die bessere
Lösung gewesen. Nachdem ich mich eingerichtet und die Büchse geladen hatte schaute ich
mich um . Ich kannte diese Revierecke von früheren Wanderungen als hervorragenden
Einstand für Rot- und Schwarzwild. Inzwischen sind die Bestände stark reduziert, doch
weist der Malbaum nahe meinem Ansitzschirm auf die regelmäßige Anwesenheit von
Schwarzwild hin. Kurz nach Beginn des Jagens fielen im nördlichen Revier die ersten
Schüsse. Es dauerte fast eine Stunde bis sich Treiber und Hunde meinem Stand näherten.
Unten im Graben brach Holz. Ich machte mich schussfertig und hatte die auf 80 Schritt
vorbeiwechselnde Sau schon im Glas, als ich am Rande des auf weites Gesichtsfeld
gestellten Zielfernrohres eine Bewegung gewahrte. Die Treiber konnten es nicht sein. Sie
waren noch zu weit weg. Ich setzte die Büchse ab und sah einen Reiter auf hellfarbenem
Pferd durch das abgesperrte Gebiet reiten. Der Schwarzkittel war gerettet, der Reiter
hatte sich in große Gefahr gebracht. |
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In der nächsten halben Stunde verfolgte ich, wie die Hunde einen
Bock an meinem Stand vorbei trieben und einen Fuchs durchs Unterholz jagten. Die
Hundemeute war eigentlich keine Meute, sondern eher eine bunte Jagdgesellschaft aus
Dackeln, Bracken, Wachtelhunden und Vorstehhunden. Sie verstanden es aber prächtig, das
Wild auf die Läufe zu bringen und auf den Läufen zu halten. Gegen 12 Uhr kehrte Ruhe
ein. Hunde und Treiber hatten ihre Arbeit getan. Die Jäger warteten nun auf ihren
Ansitzplätzen auf die jagdliche Nachlese. Ich war bis dahin nicht zu Schuss gekommen und
machte mich gespannt fertig, als ich von Norden her schweres Wild heranwechseln hörte.
Vom Geräusch deutete alles auf Rotwild hin. Wenige Augenblick später sah ich den ersten
Wildkörper weit oberhalb meines Standes im Fichtenholz. Mit dem kleinen Tagesglas konnte
ich einen Hirsch und zwei Stücke Kahlwild erkennen. Weil das Ansprechen zwischen den
Stämmen praktisch unmöglich war und an einen sicheren Schuss ohnehin nicht zu denken
war, nahm ich die Kamera und versuchte mit größtmöglichem Zoom auf etwa 120 Schritte
einige Aufnahmen zu schießen. |
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Das rechte Bild in der Bilderreihe oben zeigt, dass es sich bei dem
Kahlwild vermutlich um Alttier und Kalb handelt. Das Alttier ist rechts zwischen den
Fichtenstämmen zu erkennen, sein Blick ist nach links gerichtet. Links neben dem
mittleren Stamm steht das deutlich kleinere Kalb in dunklerer Decke. Der das Kahlwild
begleitende Hirsch war relativ gut ansprechbar. Es handelt sich um einen allenfalls
mittelalten Kronenzehner oder Kronenzwölfer mit kurzgabliger Krone und noch eng stehenden
Stangen. Ich hatte das Vergnügen, die drei oder vier Stücke Rotwild über eine halbe
Stunde lang oberhalb von meinem Stand auf einer der Taunus-typischen Felsklippen
beobachten zu können. Die Vorsicht und 'Führungskraft' des Alttieres bewahrte das Kalb
und mit ihm auch das Alttier davor, Teil der herbstlichen Jagdstrecke zu werden.. |
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Zum Ende der Herbstjagd lagen 7 Sauen, 2 Stücke
Rehwild und 5 Füchse auf der Strecke. |
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